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Felsbrocken zertrümmern Garage in Porschdorf
 
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Von dieser Felswand lösten sich die Sandsteinbrocken.

In der Nacht von Sonntag zu Montag muss es passiert sein: Erneut sind von einer Felswand in der Sächsischen Schweiz schwere Blöcke ins Tal gekracht – schätzungsweise acht Kubikmeter massiver Sandstein. Die Lawine traf einen Garagenkomplex in Porschdorf. Menschen kamen nach ersten Informationen nicht zu Schaden, aber eine der Garagen wurde von den Brocken nahezu vollständig zerstört.

Die Felswand befindet sich unmittelbar hinter dem Gebäude. Von dort brach die Lawine aus einer Höhe von etwa zehn Metern herunter, durchschlug das Dach des hinteren Garagenteils und zertrümmerte eine darunter befindliche Werkstatt. Auch die vordere Fassade blieb bei dem Aufprall nicht unversehrt, das Mauerwerk bekam durch die Erschütterung Risse.

Gute Angriffspunkte

Der Garageneigentümer wollte sich zum erlittenen Schaden nicht äußern. Freunde und Nachbarn halfen ihm gestern bei den Aufräumarbeiten. Problematisch wird es, die Felsbrocken aus dem Gebäude zu bekommen, womöglich müssen sie erst zerkleinert werden.

In jüngerer Vergangenheit wurden im Elbsandsteingebirge einige größere Felsstürze registriert – so etwa in den ehemaligen Postelwitzer Steinbrüchen oder im vorigen Oktober auf tschechischer Seite in Hrensko, wo mehrere Blöcke auf die viel befahrene Straße nach Decin krachten. Wie jedes andere Gestein ist Sandstein anfällig für Verwitterung. Eindringendes Wasser und die Kräfte des Frosts haben in seinen Klüften und Rissen teils gute Angriffspunkte und können ihn sprengen. Seit 2004 erfasst das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie darum alle gemeldeten Felsstürze in einer Datenbank. Eine Meldepflicht besteht jedoch nicht.

Von Hartmut Landgraf

Quelle: SZ

 
Dienstag, 23. März 2010 12:42 461
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