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Parkett und Fußbodenheizung?
 

Für die planenden und ausführenden Bauverantwortlichen steht häufig die Frage nach der Vereinbarkeit von Parkett und Fußbodenheizung. Die Praxis zeigt, dass bei gewissenhafter Planung und Ausführung Parkett ein geeigneter Bodenbelag auch auf einer Flächenheizung ist. Wesentlich für einen dauerhaft sicheren Aufbau ist die sorgfältige Auswahl aller Werkstoffe. Holzart, Klebstoff und Oberflächenbehandlung müssen abgestimmt sein.

Bei der Wahl des Parkettbodens sind besonders die hygroskopischen Eigenschaften des Bodens zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass das Holz abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit quillt beziehungsweise schwindet. Nicht alle Hölzer zeigen hierbei jedoch das gleiche Verhalten.

Eiche, Kirsche und Nussbaum eignen sich bei fachgerechter Verlegung besonders für den Einsatz auf einer Flächenheizung. Auch Exotenparkett wie Merbau und Doussie oder Olivenholz, Bambus und können problemlos auf einem Heizestrich verlegt werden. Weniger gut geeignet sind hingegen Buche oder Ahorn.

Außerdem ist die Holzfeuchte zu beachten, die bei rund 9% liegen sollte. Grundsätzlich trägt ein gleichmäßiges Temperaturniveau um die 20°C sowie eine Luftfeuchte von rund 50% maßgeblich zu Erhalt und Pflege des Parkettbodens bei. Für die Oberflächenbehandlung eines auf Flächenheizung verlegten Parkettbelags bieten sich vor allem umweltverträgliche Öl-Wachs-Systeme an, da ihre Offenporigkeit den Feuchtigkeitsausgleich erleichtert.

Bei Einhaltung des maximalen Wärmedurchlasswiderstands von 0,15 m²K/W spielt neben der Holzschichtdicke vor allem die Art der Verlegung eine Rolle: Parkett auf Heizestrich sollte vollflächig geklebt werden. Bei einer schwimmenden Verlegung kann der Wärmedurchlasswiderstand durch die Luftpolsterbildung im Vergleich zur Klebung um rund 64% steigen. Da die Oberflächentemperatur des Estrichs nach Praxiserkenntnissen idealer Weise bei 25°C, maximal 27°C, liegt, muss eine geeignete Auslegung der Fußbodenheizung sicherstellen, dass die Wärmeleistung 70 W/m² nicht übersteigt. Grundsätzlich werden Flächenheizsysteme bevorzugt, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen effizient arbeiten

 

Wärmedurchlasswiderstand: Mehrschichtparkett: bei 10 mm ca. 0,07 m² K/W * bei 11 mm ca. 0,07 m² K/W * bei 15 mm ca. 0,10 m² K/W * bei 23 mm ca. 0,18 m² K/W

 

Quelle: pirna-aktuell.de

 
 
 
Montag, 03. August 2009 18:32 364
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