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Pirna: "Das Klima ändert sich. Wir ändern uns auch!" / Klimaschutzengagement der Stadtwerke Pirna GmbH 2009
 
„Zur verantwortungsvollen Daseinsvorsorge der SWP gehören seit vielen Jahren auch erfolgreiche lokale Klima- und Umweltschutzprojekte. Wir haben hier bewusst eine Vorreiterrolle übernommen“, begründet Olaf Schwarze, Geschäftsführer der SWP, die Umweltinitiative des Unternehmens.
Die Stadtwerke Pirna GmbH betreibt eine Solaranlage sowie ein Blockheizkraftwerk (BHKW) im Geibeltbad. Allein die Sonnenkollektoren auf dem Dach des Bades bringen pro Jahr eine CO2-Ersparnis von rund 15 Tonnen.
Durch den Einsatz von 13 Erdgasfahrzeugen im betriebseigenen Fuhrpark nutzen SWP und die Tochtergesellschaft Gasversorgung Pirna GmbH (GVP) ein weiteres CO2-Einsparpotenzial: die energieeffiziente Erdgas-Antriebstechnologie ermöglicht einen 40 Prozent geringeren CO2 Ausstoß gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen mit Ottomotor.
Ein weiterer Baustein ist das Heizkraftwerk Pirna-Sonnenstein. Es basiert auf der sehr effektiven und modernen Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung.
Weiteres Umweltengagement
Gegenwärtig untersucht die SWP zusammen mit kompetenten Partnern eine Reihe teils sehr konkreter Umsetzungsschritte für eine konsequente und zukunftsorientierte lokale Klimapolitik.
1. Bereits im letzten Jahr ging das Unternehmen einen ganz neuen Weg mit einem Referenzprojekt zur solarthermischen Fernwärmeerzeugung. Gemeinsam mit dem Landratsamt hat das Unternehmen vorgesehen, auf dem Dach der sich im Neubau befindenden Förderschule in Pirna-Sonnenstein eine 300 m2 große Kollektorfläche zu installieren. Das System funktioniert dann wie ein Wärmetauscher zwischen dem Fernwärmenetz und den Solarmodulen. Dabei kann auch überschüssige Solarwärme in das Fernwärmenetz abgegeben bzw. höherer Bedarf z.B. im Winter durch zusätzlichen Wärmebezug aus dem Netz gedeckt werden. Baubeginn für das Projekt ist Ende 2009. Weitere Anlagen sind in Vorbereitung.
2. Untersucht wurde der Einsatz von Wärmepumpen im Geibeltbad Pirna. Diese dienen der Energierückgewinnung aus der Abluft und der Abwasserwärme. 1/5 der Energie könnte so wieder verwendet und rund 1,4 GWh eingespart werden. Leider ist dieses Vorhaben aufgrund der gegenwärtig sinkenden Erdgaspreise nicht wirtschaftlich. Eine Entscheidung ist in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Gaspreise Ende 2009 zu erwarten.
3. Eine Verbesserung der Erlössituation im Bereich Fernwärme verspricht sich die SWP mit der Installation eines BHKW im Heizhaus Pirna-Copitz. Dieses Projekt befindet sich gegenwärtig in der Vorplanungsphase.
4. Wirtschaftlich oder nicht? Dieser Frage stellen sich die Verantwortlichen der SWP wenn es um die Errichtung eines großen Solarparks auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerkes im Ortsteil Pirna-Pratzschwitz geht. Konkrete Untersuchungen sollen klären, ob und in welchem Umfang das Areal sich für die Stromerzeugung aus Solarenergie eignet.
5. Gemeinsam mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna mbH (WGP) prüft die SWP gegenwärtig die Möglichkeit der Errichtung von Solarstromanlagen auf Gebäudedächern der WGP in Pirna-Sonnenstein. In solchen Kleinkraftwerken wird mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt. Diese direkte Art der Energieumwandlung bezeichnet man auch als Photovoltaik. Vorgesehen ist weiterhin, eine Photovoltaikanlage in Kombination mit einer thermischen Solaranlage auf dem Dach des Sanitärgebäudes auf dem Waldcampingplatz in Pirna-Copitz zu errichten.
6. Die Stadt Pirna beteiligt sich am „European Energy Award®“ - einem Programm für umsetzungsorientierte Klimaschutz- und Energieeffizienzpolitik in Kommunen. Aus diesem An-lass hat die Stadtverwaltung die Arbeitsgruppe „Energieteam Pirna“ ins Leben gerufen. In diesem Gremium engagieren sich auch Fachleute der städtischen Versorgungsunternehmen Stadtwerke, Gasversorgung und Stromversorgung Pirna GmbH. Die Unternehmen unterstützen die Stadt dabei maßgeblich bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien. Denn Klimaschutz muss als Querschnittsaufgabe behandelt werden, die alle Bereiche des kommunalen Handelns betrifft und der eine hohe Priorität zukommt.

Autor: Swetlana Irmscher

Quelle: pirna-aktuell.de

 
 
 
Donnerstag, 09. Juli 2009 12:50 330
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